Spritpreisbremse: Tanken soll ab Oktober günstiger werden

Die Bundesregierung hat am
23. September 2026 eine deutliche Ausweitung der Spritpreisbremse für die Monate Oktober und November 2026 angekündigt.
Niedrigere Mineralölsteuer und begrenzte Margen
Kern der geplanten Entlastung ist eine neuerliche Senkung der Mineralölsteuer (MÖSt). Für Oktober und November soll die Mineralölsteuer um 6,7 Cent je Liter reduziert werden. Bei Diesel soll der Steuersatz dadurch auf das unionsrechtlich zulässige Mindestniveau sinken.
Zusätzlich ist vorgesehen, die Handelsspannen von Raffinerien und Tankstellen im Ausmaß von 3,5 Cent je Liter zu begrenzen. Da sich durch diese Maßnahmen gleichzeitig die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer reduziert, kommt eine weitere Entlastung von rund zwei Cent hinzu. Insgesamt soll sich daraus eine Preisersparnis von rund 12,2 Cent je Liter ergeben.
Bei einer Tankmenge von 40 Litern entspricht dies rechnerisch einer Entlastung von rund 4,88 Euro pro Tankfüllung.
Umsetzung der Spritpreisbremse durch Verordnung
Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Spritpreisbremse wurden bereits im März 2026 geschaffen. Der Finanzminister kann auf dieser Grundlage die Mineralölsteuersätze befristet durch Verordnung reduzieren. Daneben besteht eine bis Jahresende befristete Verordnungsermächtigung zur Begrenzung der Margen im Bereich von Diesel und Benzin.
Die Spritpreisbremse ist zunächst vom 01.10. bis 30.11.2026 vorgesehen. Ob sie auch im Dezember 2026 fortgeführt wird, will die Bundesregierung laut ORF erst im November unter Berücksichtigung der internationalen Entwicklungen und der weiteren Preisentwicklung entscheiden. Da die derzeitige gesetzliche Ermächtigung mit Jahresende ausläuft, wäre eine Verlängerung über Dezember hinaus ohne neuerliche gesetzliche Grundlage nicht möglich.
Stand: 24. September 2026. Die konkrete rechtliche Ausgestaltung bleibt bis zur Kundmachung der entsprechenden Verordnungen abzuwarten.
Bei Fragen stehen Ihnen unsere Expert:innen Irene Grass und Martin Schmidt gerne zur Verfügung.
Foto: Unsplash | Engin Akyurt




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