Budget 2027/2028: Geplante Änderungen im Überblick
- IG-TAX

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Die Bundesregierung hat sich auf die Grundzüge des Doppelbudgets 2027/ 2028 geeinigt. Ziel ist die Rückführung des EU-Defizitverfahrens sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Insgesamt sind Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro sowie Umschichtungen in Höhe von etwa 2,6 Milliarden Euro vorgesehen.
Nachfolgend finden Sie einige der steuerlich und wirtschaftlich relevanten Maßnahmen im Überblick:
1. Entlastung bei Lohnnebenkosten für Dienstgeber
Ab 2028 ist eine Senkung der Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) um einen Prozentpunkt geplant. Der Beitragssatz soll damit auf 2,7 % sinken. Zu beachten ist jedoch:
Die bisherige Befreiung für Arbeitnehmer über 60 Jahre entfällt.
Die tatsächliche Nettoentlastung für Unternehmen fällt daher geringer aus als die nominellen Einsparungen.
2. Höhere Belastung für Teilzeitkräfte und Niedrigverdiener
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung kommt es zu Änderungen:
Künftig sollen alle Arbeitnehmer einheitlich Beiträge leisten.
Besonders betroffen sind Teilzeitbeschäftigte und Personen mit niedrigeren Einkommen, die bisher teilweise oder vollständig befreit waren.
Die Anpassung soll schrittweise mit Übergangsregelungen für bestehende Dienstverhältnisse erfolgen.
3. Maßnahmen bei Pensionen und Familienleistungen
Zur Budgetkonsolidierung sind auch Anpassungen im Sozialbereich vorgesehen:
Pensionserhöhungen werden in den Jahren 2027 und 2028 leicht unter der Inflationsanpassung liegen, wobei die Pensionsanpassungen sozial gestaffelt werden sollen.
Beim Familienbonus Plus ist geplant, den vollen Anspruch stärker an die Erwerbstätigkeit beider Elternteile zu knüpfen.
Details zur konkreten Ausgestaltung sind derzeit noch offen.
4. Mehrbelastung für Banken und größere Unternehmen
Zur Gegenfinanzierung sind zusätzliche Einnahmen vorgesehen:
Die Bankenabgabe bleibt auf erhöhtem Niveau bestehen.
Für Unternehmen mit Gewinnen über 1 Mio. Euro wird eine progressive Körperschaftsteuer eingeführt: Für den übersteigenden Gewinnanteil steigt der Steuersatz von 23 % auf 24 %.
5. Weitere Maßnahmen und offene Punkte
Neben den genannten Änderungen sind zusätzliche Investitionen unter anderem in Kinderbetreuung, Pflege und Arbeitsmarkt geplant. Allerdings sind zahlreiche Detailregelungen noch nicht finalisiert. Die Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer ist für den 10. Juni angekündigt.
Bei Fragen stehen Ihnen unsere Expert:innen Irene Grass und Martin Schmidt gerne zur Verfügung.
Foto: Wixmedien



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